Kinojahr 2016: Snowden – eine Film-Kritik

Photo by Open Road Films - © Open Road Films
Photo by Open Road Films – © Open Road Films

Original: Snowden
Besetzung: Joseph Gordon-Levitt, Shailene Woodley, Rhys Ifans, Zachary Quinto, Melissa Leo, Tom Wilkinson, Scott Eastwood und Nicolas Cage
Regie: Oliver Stone
Drehbuch: Kieran Fitzgerald & Oliver Stone (screenplay)
Produzenten: Moritz Borman, Eric Kopeloff, Philip Schulz-Deyle, Fernando Sulichin
Studio: Endgame Entertainment, Vendian Entertainment, KrautPack Entertainment, Universum Film (Verleih Deutschland)

Worum es geht:
Die Geschichte von Edward Snowden ist wohl allgemein bekannt. Der Film selbst setzt aber bereits viele Jahre früher ein und erzählt ein wenig aus dem Leben von Snowden und wie er letztendlich bei der NSA gelandet ist. Es wird schnell klar, dass er bereits sehr früh gemerkt hat, dass vieles nicht nach seinen Vorstellungen und Idealen geht. Doch bis er endlich etwas unternimmt, vergehen viele Jahre und zwischendurch kehrt er den Geheimdiensten auch schon einmal den Rücken. Am Ende, nachdem der Datendiebstahl erfolgreich war, sieht man Edward Snowden lächeln. Dieses Lächeln ist eine Mischung aus Erleichterung und dem Wissen, das jetzt alles hinter sich zu lassen. So habe zumindest ich es interpretiert.

Wie es gemacht ist:
SNOWDEN ist ein leiser Film. Es gibt keine großen Szenen, keine großen Explosionen oder große Unterhaltungen, keine großen Gesten und alles in allem auch keinen Höhepunkt im Film, aber das störte mich nicht. Es wird unaufgeregt erzählt, wie es soweit kam und was die Erkenntnisse mit Edward Snowden gemacht haben. Der Film wird in der Retrospektive erzählt und beginnt in Hongkong mit den Aufzeichnungen von Glenn Greenwald und Laura Poitras. Das Ende des Films kommt dann wieder in Hongkong im Hotelzimmer an. Snowden wird von Joseph Gordon-Lewitt gespielt, der mit viel Feingefühl die Zerissenheit von Unentschlossenheit widerspiegelt.

Fazit:
Wie gesagt, ein leiser Film und gerade deswegen auch ein guter Film. Am Ende regt er sehr zum Nachdenken an. Obwohl es am Anfang des Films ganz klar heißt, dass es sich um eine Dramatisierung von echten Ereignissen handelt, kommt immer wieder die Frage auf, welcher Teil echt und welcher erfunden bzw. stilisiert wurde. Es bleibt nach dem Schauen ein mulmiges Gefühl, in das sich auch etwas Hilflosigkeit mischt. Ich freue mich auf jeden Fall schon jetzt auf die Blu-Ray, denn der Film findet seinen Weg in meine Sammlung.

Und mehr zum Kinojahr 2016 gibt es hier.

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