Kinojahr 2017: Jackie – Eine Film-Kritik

Original: Jackie
Besetzung: Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Billy Crudup, Greta Gerwig, John Hurt
Regie: Pablo Larraín
Drehbuch: Noah Oppenheim
Produzenten: Darren Aronofsky, Scott Franklin, Ari Handel und andere
Studio: Jackie Productions mit Wild Bunch, Fabula, LD Entertainment, Protozoa Pictures, Bliss Media und
Why Not Productions

Worum es geht:
In Jackie wird die Geschichte von John F. Kennedys Witwe direkt nach dem Anschlag auf den Präsidenten erzählt. Die Geschichte selbst setzt 7 Tage nach den Ereignissen ein und Jackie erzählt einem Reporter ihre Version und Eindrücke. In Rückblenden sehen wir eine First Lady, die versucht, mit all dem fertig zu werden, ohne dabei den Verstand zu verlieren. Nach außen wirkt sie immer wieder stark und scheint, alles im Griff zu haben. Aber immer mehr sieht man eine verzweifelte Jackie Kennedy, die kurz davor ist, einfach an der vor ihr liegende Aufgabe zu zerbrechen. Es ist ihr wichtig, dass ihre Sicht auf die Ereignisse erzählt wird. Gleichzeitig lässt sie aber auch dem Report gegenüber absolut keine Schwäche zu.

Wie es gemacht ist:
Der Film ist keine leichte Kost und erfordert die komplette Aufmerksamkeit. Einfach mal nebenbei diesen Film zu schauen, empfiehlt sich nicht, denn dann kann man es gleich ganz sein lassen. Natalie Portman spiegelt die Gefühlswelt von Jackie so großartig wider, dass man alleine durch Gestik und Mimik den Schmerz beinahe physisch packen kann. Die Oscar-Nominierung für sie ist mehr als gerechtfertigt und auch absolut verdient! Die sehr melancholische, minimalistische Musik tut ihr übriges, um den Zuschauer auf eine Gefühlsachterbahn zu schicken. Leider verliert sich der Film hier auch ein bisschen und könnte an der einen oder anderen Stelle etwas schneller voranschreiten.

Fazit:
Wäre der Film ein paar Minuten kürzer, hätte es ihm durchaus gut getan. Die schauspielerische Leistung von Natalie Portman ist aber auf einem grandiosen Niveau und alleine deswegen ist der Film sehenswert. Neben ihr ist auch noch Peter Sarsgaard geradezu ideal besetzt und die beiden bilden schöne Gegenpole auf der Leinwand.

Mehr zum Kinojahr 2017 gibts hier.

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