Es ist gelb!

mein neues auto ist da!!! ein gelber seat ibiza… und alle sind hellauf begeistert. selbst die skeptiker, denen es anfangs eine menge gab. auch der verkäufer. aber dieser räumte heute ein, dass es ja wohl ein richtig geiles auto sei… was mich natürlich wieder darin bestärkte, die richtige wahl getroffen zu haben. er fährt sich gut und ich bin glücklich… aus mehreren gründen.

einer davon ist die tatsache, dass ich mich die vergangenen tage mit einer meiner größten ängste auseinander setzen musste… am sonntag erfuhr ich von einem freund, dass ich mich unbewusst dem risiko einer hiv-infektion ausgesetzt habe. das ganze hat bereits vor eineinhalb jahren stattgefunden. und ich habe es nicht gewusst. und am montag bin ich dann direkt zum hiv-test gegangen und habe heute morgen das ergebnis bekommen. ich bin negativ getestet. aber die letzten drei tage waren alles andere als leicht für mich. auch wenn ich meine chancen einer infektion ganz gut einschätzen konnte, so blieb doch ein rest ungewissheit. das ich es niemanden erzählt habe, hat damit zu tun, dass ich immer denke, mit solchen sachen alleine fertig werden zu müssen. dies ist aber nicht der fall. nur leider kommt mir dieser gedanke in einer solchen zeit nicht.

wenn ich daran denke, was ich unter umständen anderen menschen mit einer infektion angetan hätte, dann könnte ich heulen. und auch was ich mir damit angetan hätte. eineinhalb jahre sind eine lange zeit. und ich war in dieser zeit nicht wirklich brav… hab zwar nicht alles genommen, was sich mir geboten hat, aber das eine oder andere mal, hab ich doch das angenehme mitgenommen. und das die eine oder andere person mir etwas bedeutet macht die sache nicht leichter.
glücklicherweise muss ich niemanden sagen, dass ein test vielleicht sinnvoll wäre. denn mein test war ja negativ.

ich glaube, ich muss das noch ein paar mal schreiben, bevor ich es verstehe… bevor ich meine angst langsam wieder loswerde… bevor ich endlich verstehe, dass alles in ordnung ist.
klar bin ich erleichtert… und viele sehen das nicht so schlimm wie ich. und viele können die erleichterung leichter verarbeiten. aber ich habe einfach eine scheiß-angst… und ich musste mich dieser angst stellen. und ich habe es getan… meiner meinung nach sogar ganz gut. auch wenn es sich jetzt arrogant anhört und irgendwie bescheuert… ich bin stolz auf mich. denn ich habe mich dieser angst gestellt und bin nicht weggelaufen.

ich bin stolz auf mich!
und: ich bin negativ!!!

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