Gedichte

25.07.2003:
Ich esse nicht.
Ich schlafe nicht.
Frohsinn erleben geht nicht,
verbreiten schon gar nicht.
Abschalten auch nicht.
Und ablenken eher auch nicht.
Nachdenken tue ich.
Es verteufeln tue ich.
Doch ändern kann ich es nicht.
Helfen darf ich nicht.
Hoffen sollte ich nicht.
Aufgeben kann ich nicht,
und will ich auch nicht.
Einzigst mich an davor erinnern tue ich.
Dann schwelge ich.
Dann träume ich.
Und wache wieder auf,
im gleichen Teufelskreis.

24.07.2003:
Einst flogen zwei Engel durch die Lüfte,
die liebten ihre Flügel gar sehr.
Doch als sie sich beim Fluge trafen, stellten sie fest,
dass sie ohne Flügel noch viel glücklicher sein konnten –
und legten diese alsbald ab.
So verging viel gemeinsame Zeit
und beide Engel veränderten sich,
jeder auf seine Art.
Der eine Engel brauchte keine Flügel mehr,
und empfand diese als nutzlos.
Der andere hingegen, vermisste sie und mit ihnen,
seine Freiheit von einst –
frei zu fliegen durch die Lüfte.
So legte er seine Flügel wieder an und flog,
und entdeckte seine Freiheit neu.
Doch ohne jemals den anderen Engel
aus seinem Blickfeld entschwinden zu lassen.
Doch dieser empfand die neuen Flugversuche seines Engel
als falsch und es kränke ihn so sehr,
dass er des nachts heimlich
seinem Engel einen Teil der Flügel abschnitt
und hoffte, diesen damit auf ewig halten zu können.
Der andere Engel jedoch verstand die Tag
als feigen Angriff auf seine Freiheit,
die ihm schon wieder so lieb geworden war
und die er niemals wieder aufgeben wollte.
So schlug er umso heftiger mit seinen verbliebenem Flügelwerk
um auszugleichen was ihm abgeschnitten war.
Doch unterschätzte er die eigenen Kräfte sehr
und flog weit davon,
so weit wie noch nie zuvor – im Rausche der Freiheit.
Und als er wieder zu sich kam und feststellte,
dass SEIN Engel ihm, gar so sehr fehlte,
und wichtiger war als seine neu gewonnenen Freiheit,
kehrte er zurück.
Doch was er vorfand –
war nur der Abschied seines Engel,
weil dieser mit dem Wissen um den Freiheitswunsch des Liebsten
nicht weiter leben und glücklich sein konnte.
Den heimgekehrten Engel schmerzte dies so sehr,
dass er den Tag verfluchte an dem er seine Flügel aufnahm.
Doch Erklärungen und Reue des Gebrochenen
wurden nicht erhört.
So ward das ganze Glück von einst
alsbald nichts weiter wert,
als die Erinnerung daran.
Und beide Engel flogen wieder einsam durch die Lüfte.
Auf der Suche nach Freiheit und Glück.

Keine Angst, die sind nicht von mir und drücken auch nicht meine momentane Stimmung aus, aber ich habe sie im Netz gefunden und war der Meinung, dass sie eine ganze Menge aussagen.

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