Einfluss

Menschen verändern sich unter dem Einfluß anderer. Aber wie stark darf diese Veränderung sein, bevor sie schlecht wird? Und hat man als Außenstehender das Recht, etwas zu sagen? Sorry, aber ich muß gerade mal ein bißchen philosophieren. Es ist nicht schlimm, wenn sich Menschen entwickeln. Im Gegenteil, es ist gut, wenn sie wachsen und lernen. Aber was ist, wenn sich ein netter Mensch in ein Arschloch verwandelt, weil er vielleicht eine Freundin hat oder weil er zu Geld gekommen ist? Was soll man da tun? Einfach sich denken, Scheiße das wars dann wohl mit der Freundschaft oder soll man etwas dagegen tun? Und wenn was? Der Person sagen, daß sie Scheiße ist? “Hey, du bist Scheiße seit du …” Keine gute Idee! Auf der anderen Seite, wenn man nichts sagt, dann passiert nie etwas. Aber haben wir das Recht, einen Menschen wieder zu ändern, nur weil er uns nicht mehr passt, wie er jetzt ist. Nur weil wir ihn gerne wieder so hätten, wie er früher war? Wo hört das Recht dazu auf und wo fängt die Ungerechtigkeit an? Ich denke nicht, daß man da eine Grenze ziehen kann. Der Grund warum ich hier schreibe ist folgender: ein Kumpel hat gestern erzählt, daß sich ein Kumpel von ihm verändert hätte. Er meint, nicht unbedingt zum Positiven. Er würde es wahrscheinlich gerne wieder ändern, aber das hätte eine Konsequenzen, die er nicht verantworten möchte und wahrscheinlich auch nicht verantworten kann. Eine Freundin hat mal zu mir gesagt, Freundschaften sind dazu da, daß sie auseinander gehen. Damals habe ich ihr geglaubt. Aber heute sehe ich die Dinge etwas anderst. Freundschaften gehen dann kaputt, wenn man es zuläßt. Es gibt immer den, der die Freudnschaft kaputt macht und den, der es zuläßt. Ich spreche nicht von Freundschaften, die sich auseinander leben. Das ist auch schlimm, ist aber eine Sache für sich. Das mit den Freunschaften kaputt machen kennt wohl jeder. Es reicht meist schon ein harmloser Streit oder eine dumme Geste und der andere ist auf 180. Und wenn man schon so schön dabei ist, dann sagt man dem Gegenüber endlich mal so richtig die Meinung. Meistens sagt man dann Dinge die man nicht so gemeint hat oder einfach anderster hätte ausdrücken sollen. Aus einer kleinen Lapalie entsteht so der größte Streit der Welt. Und ehe man sich versieht, ist alles im Arsch. Traurig aber war. Viele Leute sagen auch Dinge, die sie gar nicht so meinen. Ich gehöre Gott sei Dank nicht dazu, obwohl das viele Leute glauben oder gerne glauben würden, denn so wäre es für sie einfacher und bequemer. Ich bereue vielleicht, WIE ich es gesagt habe, abder nie WAS ich gesagt habe. Ich überlege mir normalerweise vorher, was ich sage und wie weit ich gehe. Aber es geht hier ja – ausnahmsweise – nicht um mich. Nein, es geht um Freundschaften. Viele haben Freunde und wissen nicht, was sie an ihnen überhaupt haben. Das wird ihnen dann immer erst bewußt, wenn sie nicht mehr da sind. Freundschaften zu pflegen ist eine nicht allzu leichte Aufgabe. Wenn man dann noch verheiratet ist, eine Freundin hat oder sonst irgendetwas, dann wird die ganze Sache nicht gerade einfacher. Das Mittelmaß zwischen Freunden und Freundin zu finden, mit dem beide Parteien einverstanden sind, ist – so glaube ich – eine der schwersten Aufgaben, die es gibt. Und auf beiden Seiten – bzw. auf allen drei Seiten – ist ein großes Maß an Verständnis und Geduld erforderlich. Aber die wenigsten sind bereit, diese beiden Dinge aufzubringen. “Warum auch, der andere tut´s ja auch nicht!” Und dann ist da noch die Eifersucht: jeder ist eifersüchtig, wenn er seinen besten Freund auf einmal teilen muß. Und wenn er dann noch eine neue Freundin hat, dann ist die Situation ziemlich schnell außer Kontrolle geraten. Wie kommt man gegen die Freundin an, wenn man nur ein Kumpel ist? “Scheiße war´s”. “Dumm gelaufen”. Und wieder sind wir beim Mittelmaß… Ich lasse das einfach mal so im Raum stehen…

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