Kinojahr 2017: Passengers – Eine Film-Kritik

Original: Passengers
Besetzung: Jennifer Lawrence, Chris Pratt, Michael Sheen, Laurence Fishburne
Regie: Morten Tyldum
Drehbuch: Jon Spaihts
Produzenten: Neal H. Moritz, Michael Maher, Ori Marmur
Studio: Columbia Pictures, LStar Capital, Village Roadshow Pictures

Worum es geht:
Das Raumschiff Avalon befindet sich auf einer 120-jährigen Mission zum Planeten Homestead 2. Durch einen Kurzschluss wacht Jim Preston 90 Jahre zu früh auf. In der ersten Zeit versucht alles, um wieder in den Tiefschlaf zu gelangen. Immer mehr scheint er sich aber mit seiner Situation abzufinden. Hier hilft ihm ein Barkeeper in Form des Androiden Arthur. Auf Dauer ist aber auch er kein wirklicher Ersatz für menschliche Nähe. Jim verliebt sich in die im Tiefschlaf liegende Aurora. Das Schiff wird immer mehr durch Fehlfunktionen in Mitleidenschaft gezogen und am Ende müssen Jim und Aurora (die in der Zwischenzeit ebenfalls erwacht ist) alles dafür tun, damit das Schiff nicht auseinander fällt und sie ihre Reise fortsetzen können.

Wie es gemacht ist:
Der Film kommt eher ruhig daher und hat keine Verschwörung im Gepäck, wie es der Trailer vermuten lässt. Vielmehr zeigt er auf schöne Art zwischenmenschliche Beziehungen von zwei einander Fremden. Leider hat der Film ein paar Logik-Fehler bzw. kann man nicht alles nachvollziehen. So zum Beispiel gibt es kein Notfall-Protokoll, wenn jemand – warum auch immer – aus dem Tiefschlaf erwacht. Das wird damit begründet, dass es einfach nicht möglich sei. So etwas ist in unserer Zeit schwer vorstellbar, wenn man doch bedenkt, dass bei den Raumfahrt-Missionen unserer Zeit alles doppelt und dreifach gesichert ist. Auch das Ende des Films kommt etwas abrupt und lies zumindest mich ein wenig unzufrieden zurück. Die Leistung von Jennifer Lawrence und Chris Pratt ist aber genial und jederzeit nachvollziehbar. Und auch Martin Sheen als Arthur hat sichtlich Spaß an seiner Rolle. Die Effekte können sich auch mehr als sehen lassen und das Design der Avalon alleine ist sehr beeindruckend.

Fazit:
Auch wenn ich mich sehr gut unterhalten gefühlt habe und jede Minute des Films genoss, bleibt doch am Ende ein Gefühl der Unzufriedenheit zurück, denn wirklich aufgeklärt wurde es am Ende nicht. Aber hier schielt man vielleicht schon auf eine Fortsetzung, die ich aber nicht begrüßen würde. Passengers sollte für sich alleine stehen und tut das so auch sehr gut.

Mehr zum Kinojahr 2017 gibts hier.

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