In der dritten Person

Freitag abend und Marco ist alleine zu Hause.
Er sitzt vor seinem Computer und liest in seinen alten Einträgen im Tagebuch. Immer wieder überlegt er, was er wohl damals mit dem einen oder anderen Spruch gemeint hat. Mal lacht er, mal schüttelt er den Kopf. Bei einer Sache ist er sich aber ganz sicher: es geht ihm heute viel besser, als noch im Jahr 2000 oder vielleicht 2001. Die Dinge haben sich für ihn verändert. Er hat sich verändert. Dafür ist Marco dankbar. Mit jeder Zeile, die er liest ist er umso froher, diese Zeit hinter sich gelassen zu haben.

Und so sitzt er dort auf dem kaputten Drehstuhl und hört Klassik. Beethovens 9. Symphony. Er schämt sich nicht dafür, denn er ist alleine zu Hause. Es gefällt ihm. Marco ist gut drauf. Überhaupt war dieser Tag ein schöner Tag. Vielleicht wird es morgen auch ein schöner Tag. Er weiß es nicht, aber er ist gespannt, auf das, was der Morgen bringt.

Eins noch: Marco versichert euch, dass ihr euch keine Gedanken machen braucht, nur weil er von sich selbst in der dritten Person schreibt. Für Freitag abend und alte Tagebuch-Einträge gemischt mit Beethoven ist das wahrscheinlich ganz normal.

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