Laaaaaaaaang

Von Kino, Kochen, neuen Computern, DVD, Windows XP und dem Stress damit. Nicht zu vergessen, das Team der Telekom: drei Servicenummer, 10 Ansprechpartner und 0 Ahnung.

So oder so ähnlich – kurz zusammengefasst – verbrachte ich mein Wochenende. Wer mehr Interesse und auch etwas Zeit hat, kann hier weiterlesen.

Also, der Freitag war ja echt harmlos. Es ging halt los mit Arbeiten und dann schnell nach Hause. Abends zu IKEA und in Mainz zum Chinesen. Alles kein Problem, alles ziemlich lustig. Samstag dann. Erst mal zu früh aufgewacht und nicht ausgeschlafen. Dann den neuen Computer angeschlossen und zum ersten Mal verzweifelt. Denn es ging nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Gott sei Dank am Freitag und Donnerstag von allem, was auf dem PC war eine Sicherungskopie gezogen. Somit war Datenschwund/-verlust ausgeschlossen. Gebracht hat das allerdings auch nicht viel. Aber nicht so eilig. Den neuen PC erst mal eingeschaltet und gewundert. Windows XP? Okay, ich habe die CD zu Hause. Aber was macht das auf dem Computer? Ist ja auch egal. Wird sowieso runter geschmissen, denn die Kiste wird noch angepasst. Also alles runter, FDISK (dem einen oder anderen sagt das vielleicht was) ausgeführt und zum ersten Mal in meinem Leben hat das sogar genauso funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe bzw. wie es die Anleitung vorrausgesagt hat. Kein Problem. Dann durfte ich allerdings kochen, da meine Eltern draußen am Haus gearbeitet haben. Auch kein Problem … dachte ich. Habt ihr euch schon mal gefragt, wie breit man ein Schnitzel schlagen kann, bevor es zu dünn wird und nicht mehr schmeckt? Also ich habe mich das gefragt, als ich auf dasselbige eingeschlagen habe. Aus Erbarmen habe ich dann aufgehört und die vier (ehemals zwei; auseinander GESCHNITTE, nicht GESTAMPFT) in die Pfanne geworfen. Da waren dann die leiben nun. Nebenbei köcheln so die viereckigen Kartoffeln, denn ich bekomme es einfach nicht gebacken, die Dinger rund zu schälen. Leider habe ich auch vergessen, die Kartoffeln klein zu schneiden. Fazit dieser Aktion war dann, dass die Schnitzel zwar etwas dunkler waren (aber noch nicht verbrannt) und die Kartoffeln etwas fest. Ausgleichende Gerechtigkeit.

Danach ging es wieder weiter am PC. Der neue will ja auch mit dem Internet verbunden werden. Ich stecke also den Stecker an die Telefonanlage – im nachfolgenden übrigens EUMEX genannt – ich stecke also den Stecker in die EUMEX und auf einmal fängt das Arschloch an zu blinken. Entschuldigung für die Ausdrucksweise, aber das spiegelt am besten meinen Frust wieder. Telefonleitung tot, intern auch keine Gespräche möglich. Und von extern hieß es nur “The Person you are calling is not available at present.” Das kennen wir ja alle. Bedienungsanleitung des EUMEX 504 PC (so der volle Titel) war selbstverständlich auch unauffindbar. Also mit dem Handy meines Vaters die Telekom angerufen. Warum das Handy meines Vaters? Weil meins immer ausgeht wenn ich telefoniere (ist manchmal recht praktisch: a) musst du mit niemanden telefonieren, mit dem du nicht willst und b) es senkt die Kosten enorm, aber c) geht es einem manchmal auf den Keks immer wieder neu anzurufen). Zurück zum Thema: Telekom Anruf Nummer 1: Kontaktperson Nummer 1. Weiß nicht wirklich worum es geht. Gibt mir die Nummer von Servicestelle. Telefonnummer 2, Anruf Nummer 2, Kontaktperson Nummer 2. Schon etwas mehr Ahnung, aber immer noch unterbrochen von dem einen oder anderen “Äh” oder “Öh”. Gibt mir die Nummer der Störungsstelle. Nebenbei immer 0800-Nummern. Also alles kein Problem. Bis eben. Störungsstelle: Anruf Nummer 3, Telefonnummer 3, Kontaktperson Nummer 3, 01805-Nummer. Und was als erstes: Die Warteschleife. Nachdem ich dann die Melodie mitsummen und die Topangebote für ein geringes Entgelt von schlappen 37 EURO im Monat alle kannte und auch zitieren könnte (das sei euch an dieser Stelle erspart), war dann endlich mal jemand am Telefon. Das nüchterne Ergebnis des guten Mannes? Er ruft bei uns zu Hause an und sagt mir, dass “der gewünschte Gesprächspartner nicht zu erreichen ist”. Das kam mir allerdings schon irgendwie bekannt vor. Bevor er noch etwas machen kann, muss erst mal geklärt werden, was überhaupt los ist. Also zurück zu Telefonnummer 2: Servicestelle für Telefonanlagen. Kontaktperson Nummer 4. Ein ganz helles Köpfchen: “Wenn ihr Telefon nicht geht, von wo aus rufen Sie mich denn dann an?” Als ob das eines meiner Hobbies wäre: Telekom ärgern. Nachdem der mir – verständlicherweise bei dem IQ – auch nicht helfen konnte, wurde ich wieder weiter verbunden. Kontaktperson Nummer 5: Auch ein netter Vertreter seiner Art. Wortkarg und unfreundlich. Aber was erwarte ich Samstags mittags. Ob ich denn schon mal alle Kabel rausgezogen hätte. Nein, habe ich nicht. Wozu auch? Also, dann soll ich das doch noch mal machen. Und nach einer Viertelstunde wieder rein damit. Wenn es dann immer noch nicht geht, soll ich mich wieder melden. Gesagt, getan. 15 Minuten Pause, Fern gesehen und dann wieder probiert. Mit dem gleichen Ergebnis. EUMEX blinkt noch immer wie ein Weihnachtsbaum und ich bin am verzweifeln. Wieder die Nummer gewählt: Kontaktperson Nummer 6. Eine junge Dame. Bis jetzt die mit dem meisten Sachverstand. Aber langsam wird sie unfreundlich, als sie fragt, ob ich denn wirklich nur den Stecker zum Computer rein gesteckt hätte und nicht vielleicht mit einem Stift oder Schraubenzieher in der EUMEX rumpule. Hab ja auch sonst nichts zutun. Nach diesem lustigen und erquickenden Gespräch werde ich wieder gebeten, mich an die Störungsstelle zu wenden. Wieder die 01805-Nummer und die Ansage. 5 Minuten Warteschleife, kurz davor, der freundlichen aber nervigen Frau den Garaus zu machen, werde ich mit Kontaktperson Nummer 7 verbunden. Für die Störungsstelle unterqualifiziert, aber leider für die Ablage überqualifiziert. Auch von nichts eine Ahnung. Ich werde verbunden mit Person Nummer 8. Ein netter älterer Mann. Er meint, ich solle einen Auftrag an der Servicestelle hinterlassen, damit die Leitung überprüft wird. Also wieder Telefonnummer 2 gewählt, um dort den verlangten – und nebenbei erwähnt selbstverständlich entgeltpflichtigen – Störungsauftrag aufzugeben. Und endlich: Jemand der wirklich weiß, wovon er spricht und was ich will (Person Nummer 9). Und obwohl es überhaupt nicht seine Aufgabe ist, hilft er mir und gibt mir Anweisungen, was für Tasten ich auf meinen Telefon drücken muss, um in die Ursprungsprogrammierung zu kommen und was weiß ich noch alles. Leider brachte mir das auch nichts. EUMEX blinkte stur vor sich hin. Leider war der gute Mann mit seinem Wissen dann auch am Ende und ich ließ halt die Störungsbeseititung in Auftrag geben: “Das geht aber nicht vor Montag.” Nachdem ich dann etwas genervt war, dachte ich mir, wenn schon denn schon und steckte das Kabel einfach noch mal rein. Und siehe da: EUMEX blinkt nicht mehr, sondern hat ein konstantes grünes Licht geworfen. Ich rufe diesmal vom Festnetz aus die Servicestelle an und storniere bei Kontaktperson Nummer 10 (weiblich, sehr freundlich) den Auftrag. Jetzt, über 24 Stunden später, leuchtet MEXchen immer noch und mein Internet habe ich leider noch nicht. Aus Angst, dass es wieder blinkt, verschiebe ich den nächsten Versuch mich wieder online zu bringen, auf einen Werktag. Mit der leisen Hoffnung, die Telekom nicht zu überanstrengen.

Gestern abend habe ich dann meinen DVD-Player angeschmissen und mir “GLASS HOUSE” angesehen. Der Film ist echt gut, auch wenn ich mir mehr Psychodramatik darin gewünscht hätte. Aber es ist nette Fernsehunterhaltung und das war dann gestern abend genau das richtige. Heute morgen wurde ich spontan gefragt, ob ich nicht eine dreiviertel Stunde später Frühstücke gehen will. Natürlich kann man einen reservierten Tisch nicht einfach verfallen lassen und wir trafen uns zu Breakfast and Coffee. Danach ging es mal wieder ins Kino. Und zum dritten Mal sah ich ICE AGE. Und lasst euch eines gesagt sein: Der Film ist immer noch verdammt gut und einfach nur totgeil.

Dann bin ich nach Hause gefahren und wollte Bewerbungen schreiben. Eine Freundin, die besagte vom Frühstück, angerufen und Ferndiagnose machen lassen. War nicht so gut. Also zu ihr gefahren und Bewerbung auseinander genommen. Danach zur Erholung dann zum McDonalds nach Gründau-Lieblos.

Als ich wieder zu Hause angekommen war, fiel mir ein, dass ich noch Bilder einscannen muss. Also die Software in den Computer geworfen, installiert und … nichts ging mehr. Ein schwarzer Bildschirm. XP weigerte sich standhaft meine Scanner-Software anzunehmen. Also meinen alten PC angeschmissen, Scanner angeschlossen und Arbeit erledigt. Und da ich von der gesamten XP-Reihe (Office eingeschlossen) die Nase voll habe, brummt mein neuer Computer nun wieder mit dem (guten) alten Windows 98. Das war also mein Wochenende. Und wie war es so bei euch. Ich hoffe schön. Meine Ahnung, wann dieser Eintrag hier online geht, denn noch bin ich ohne Verbindung. Aber wer weiß, wenn Ron Sommer gut gelaunt ist … vielleicht schon morgen.

Ansonsten bleibt mir noch nie Möglichkeit, euch einen guten Abend zu wünschen und viel Spaß, die ganze Woche über.

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