Jetzt bin ich also 30…

Also schon ein paar Tage. Und irgendwie glaubt mir niemand, dass es mir nicht wirklich was ausmacht. 30 – die magische Grenze. Ich gebe zu, als ich jünger war, war es auch für mich eine magische Grenze.

Mit 15 dachte ich, wenn ich mal die 25 erreicht habe, dann bin ich seelisch moralisch total gefestigt, bin liiert, bin erfolgreich im Job, habe genug Geld und hab eigentlich auch sonst alles erreicht.

Als ich 20 wurde und merkte, dass das nur noch 5 Jahre sind, wurde das Ziel stillschweigend auf 30 geschoben. Mit 25 sollte ich dann langsam gemerkt haben, dass es mit der 30 auch knapp wird. Zumindest in dem einen oder anderen Bereich. Verschoben hab ich es dennoch nicht.

Und jetzt also 30.

Bin ich seelisch moralisch gefestigt? Ich denke schon. Ausprobiert, was ich ausprobieren wollte, hab ich alles. Da gibt es zwar noch ein paar Sachen, aber das ist dann mehr der Zuckerguss auf der ohnehin schon sehr süßen Torte. Sollte ich ruhiger werden? Sollte ich sesshaft werden? Dazu gleich mehr…

Bin ich erfolgreich im Job? Hm, da war ja dieser 4jährige Exkurs in die Online-Welt. Wenn dieser nicht gewesen wäre, dann könnte es durchaus sein, dass ich inzwischen Abteilungsleiter wäre. Oder zumindest „Manager“ im Jobtitel tragen würde. Nicht falsch verstehen, ich bereue meine kleine Detour nicht. Kein bisschen. Was ich in dieser Zeit gelernt habe ist unersetzlich für mich. Nicht was Fertigkeiten angeht, sondern menschlich. Und in dieser Zeit habe ich Menschen kennen gelernt, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, was ich natürlich nüchtern nie zugeben würde. Jetzt bin ich also „zurück“ in der kaufmännischen Welt und stelle fest, dass mir dieser Bereich doch recht gut gefällt. Und meinen jetzigen Job mache ich wirklich gerne, auch wenn er nach außen manchmal etwas trocken und langweilig rüber kommt. Ist er nicht. Also könnte man sagen, ich bin beruflich erfolgreich.

Wie sieht es mit dem Geld aus. Ich bin im Lauf der Jahre zu dem Schluss gekommen, dass man nie genug Geld hat. Ist einfach so. Mehr geht immer. Und man strebt immer nach mehr. Was ich zur Zeit lerne ist einfach formuliert: wer mehr Geld haben will, muss mehr Zeit und Fleiss investieren. Noch bin ich nicht an der Stelle, wo ich den Cut mache. Aber ich denke, ich werde ihn erreichen und hoffentlich sagen: bis hier hin und nicht weiter.

Eigenes Haus, eigene Wohnung und eigenes Auto?
Nun, ich habe Lutz. Und eigenes Haus oder eigene Wohnung waren mir nie wichtig….

Also habe ich doch eigentlich alles, was man sich wünschen kann, oder? Natürlich gibt es immer etwas, was besser sein könnte und was anders sein könnte. Runder, besser, größer. Oder mehr (wie die Haare zum Beispiel).

Aber bin ich sesshaft? Mit einem Wort: NEIN! Und das ist gut so. Ich will nie sesshaft werden. Ich will nie gesetzt sein. Ich will nie morgens aufwachen und merken, dass mein Leben eine Aneinanderreihung von sinnlosen und langweiligen Momenten ist. Ich will Abenteuer. Ich will immer Blödsinn machen.

Vor Jahren schrieb ich einem Freund einen Spruch auf die Geburstagskarte: Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.

Und Fuck Yeah! Ich habs geschafft. Ich bin groß geworden und habe mir die kindliche Art bewahrt. Nicht die kindliche Unschuld. Aber kindliche Begeisterung. Ich bin also ein 9 Jahre alter sarkastischer Mistkerl, der mit den großen Jungs auf die Autobahn spielen geht. Beim Schwanzvergleich mag ich nicht immer gewinnen, aber das stört mich nicht zu Spielen.

Hier ist er also, der 30jährige Marco.
Schaut ihn euch an!
Besser wird er nicht mehr!
Aber seien wir ehrlich:
Ein verdammt heiĂźes Paket!

ICH wĂĽrde mich heiraten!

Wir haben ein Problem

Genauer gesagt, habe ich ein Problem. Und zwar ein Suchtproblem…

Gerade habe ich bei dem schicken Herrn Amazon, der mich ja immer vorzüglich mit neuen Filmen und Serien verwöhnt, einen Kaufrausch der Güteklasse A hingelegt.

The Prince of Persia
Illuminati
Lego Star Wars – Die Padawan Bedrohung
Invictus
und
Torchwood Season 1 – 3 (Es ist ne Box!)

Nicht zu vergessen die “Lion King Box” welche ich am Donnerstag (vor)bestellt habe.

Achso. Aus UK kommt dann noch
The Big Bang Theory Season 4
Star Trek Enterprise Season 1
State of Play

Und gestern dann noch bei Saturn
Scrubs Season 5 und 6
geholt.

Ich glaub ich brauch Urlaub!
Und wo kann ich mich therapieren lassen? Gibt´s da nicht ne Serie für?

Neulich in den Kommentaren

Auszug aus meinen Kommentaren zu (Pharma)Bäumchen wechsel dich:

Hello Webmaster, I noticed that http://www.justcarmen.de/2011/10/21/pharmabaumchen-wechsel-dich/ is ranking pretty low for some keywords, this may be due to the new Google Panda update, or it could be due to a variety of other factors. I’m sure you already know about On-page SEO, where Google cares highly about proper formatting of various H1/H2/H3 tags, having your main keyword appear in the beginning of your post and having your post end with the keyword, along with having keyword related alt tags and very relevant LSI. However, you do not seem to have the proper Keywords or relevant Keywords in your posts and in the website. Right now you need a tool or plugin that will allow you to check on Keyword insights, search trends and check for backlink analysis and to find out your Keyword competition. To find a Keyword Plugin that combines both Keyword Research and has the ability as a Rank Checker is what WordPress Seo Keyword http://www.wordpress-seokeyword.info , please check out our 5 minute video.

Ich geb zu, es ist ne Weile her, dass ich SEO selbst gemacht habe, aber so ein netter kleiner Beitrag in den Kommentaren sagt eigentlich schon alles ĂĽber die Qualität dieser Arbeit aus…

By the way: What exactly is the keyword I want to be promoted with my post? Oh yeah right: FUCK OFF!

Geburtstag

Die besten SprĂĽche zum Geburtstag…

Lukas: “Marco, du kommst jetzt in ein Alter, in dem die Altersvorsorge nur noch Vorsorge ist, denn ALT bist du jetzt.”

Leon (9 Jahre): “Wie alt bist du geworden?” – “30″ – “Soo jung? Das ist ja gar nicht alt!”

7.000.000.000

Heute ist es also soweit!
Laut UN wird heute der 7.000.000.000 Mensch geboren.

Und obwohl wir uns immer wieder direkt am Abgrund entlang bewegen haben wir es doch geschafft, uns zusammen zu reiĂźen und uns selbst nicht das Licht auszuknipsen.

William Shakespeare schrieb in Hamlet:

What a piece of work is a man!
How noble in Reason!
How infinite in faculties!
In form and moving how express and admirable!
In action how like an Angel!
In apprehension how like a god!
The beauty of the world!
The paragon of animals!
And yet to me, what is this quintessence of dust?
Man delights not me; no, nor Woman neither;
though by your smiling you see me
to say so

The Tragedy of Hamlet, Prince of Denmark (Akt II, Szene 2)

Und was haben wir nicht alles erreicht!?
Wir haben Imperien geschaffen wie das Römische oder das byzantische Reich.
Wir haben die Pyramiden erschaffen und die chinesische Mauer gebaut.
Wir haben Hochkulturen, wie die Maya oder die Atzteken, hervorgebracht.
Wir haben Krankheiten geheilt.
Wir haben Tiere geklont.
Wir haben Menschen auf den Mond geschickt.
Wir haben weltumspannende Netzwerke geschaffen.
Wir haben Poesie hervorgebracht.
Wir haben Orte entdeckt, fĂĽr die es keine Beschreibung gibt.
Wir haben uns selbst immer wieder neu erfunden.

Aber wir haben auch Kriege entdeckt.
Wir haben im Namen der Liebe und des Glaubens getötet.
Wir haben uns selbst in Klassen degradiert.
Wir haben anderes Leben ausgerottet.
Wir haben die Rohstoffe dieser Welt schonungslos verbraucht.
Auch das haben wir getan.

Und wie sagte Douglas Adams mal so schön:

Noch sind wir zwar keine gefährdete Art,
aber es ist nicht so, dass wir nicht oft
genug versucht hätten, eine zu werden.

Aber wenn ich mir anschaue, was William Shakespeare ĂĽber den Menschen sagte, so denke ich, werden wir es schaffen. Wir werden ĂĽber uns selbst hinauswachsen. Vielleicht werden wir irgendwann alle Krankheiten geheilt haben, werden alles erforscht haben, was es zu erforschen gibt. Vielleicht werden wir ins All vorstoĂźen und fremde Planeten besiedeln und die Ozeane weiter erkunden.

Und vielleicht werden wir uns irgendwann selbst verstehen. Jeder fĂĽr sich. Und alle zusammen.

Wenn man bedenkt, was alles hätte schief gehen können in den letzten paar Millionen Jahren muss man schlicht sagen:
“Well done – but don´t fuck it up.”

Und deshalb – und nicht nur heute – bin ich ein Fan der Menschheit.
Ganz fĂĽr mich. Und vielleicht auch ein bisschen fĂĽr alle zusammen.

PS: Wer es gerne etwas ausfĂĽhrlicher haben will: Zeittafel der Menschheit

The Perks…

Als Stephen Chbosky 1999 das Buch “The Perks of being a Wallflower” rausbrachte und ich es ein Jahr später in der deutschen Fassung “Vielleicht lieber morgen” las, war ich begeistert. Begeistert wie selten von einem Buch. Diese Begeisterung wurde sogar noch gesteigert, als ich das Buch dann im Original las.

Und gerade eben, vor ein paar Minuten, bin ich völlig zufällig ĂĽber einen Eintrag gestolpert, der mich ein wenig glĂĽcklicher auf das Jahr 2012 blicken lässt…

Stephen Chbosky: Autor, Drehbuchautor und Regiesseur des gerade in Produktion befindlichen Films “The Perks of Being a Wallflower“!

Ich bin entzĂĽckt!

Von schönen Gefühlen

Viel zu lange ist es her, dass ich dieses GefĂĽhl hatte.
Viel zu lange ist es her, dass ich es erleben durfte.
Viel zu lange ist es her, dass ich mich selbst darum gekĂĽmmert habe.

Aber gerade hatte ich es… das GefĂĽhl, das viel zu lange her ist!

ACH WAS SOLL´S.

Herbei gefĂĽhrt durch eine wunderbare (klitzekleine) Bestellung bei meinem Lieblings-Online-Shop in UK. Also darf ich mich demnächst wieder auf schöne neue Filme und Serien freuen. Nicht, dass ich nicht noch genug Serien zu Hause hätte, die ich schauen muss. Aber kann man genug Serien zu Hause habe? Ich sage Nein…

Ich freue mich also, wenn es demnächst heiĂźt: Bitte holen Sie ihr Päckchen in der Packstation ab…

Aber psst… bitte nix dem Herrn Amazon sagen!

(Pharma)Bäumchen wechsel dich

Ă–fter mal was Neues!

Seit nun eineinhalb Wochen arbeite ich nicht mehr in Mainz, sondern eine Stadt weiter. Aber irgendwie mach ich immer noch dasselbe wie vorher: dumm rumsitzen, Leute ankeifen und durch den Tag schmuggeln… Und wieder bei nem Pharma-Unternehmen. Diesmal aber breiter aufgestellt und irgendwie globaler. Zumindest die Zusammenarbeit. Meine Abteilungsleiterin sitzt bei New York und ihre NasenflĂĽgel sehen in der Webkonferenz immer recht groĂź aus. Was durchaus am Winkel der Kamera liegen könnte. Hoffe ich.

Und als ich dann heute ne Besprechung gebucht habe (die haben eine eigene schicke Webanwendung dafĂĽr), kam ich nicht umhin:

boehringer

justcarmen ist bei Boehringer angekommen!

Offener Brief an #amazon

Hallo amazon.de,

ich weiĂź, ich hatte dir mal ewige Treue geschworen und gesagt, ich wĂĽrde nie woanders DVDs bestellen, wenn ich sie auch bei dir bekomme.

Aber da war dieser 40 Euro Gutschein vom Media Markt. Und eigentlich wollte ich auch nur ein neues Telefon kaufen. Dann bin ich aber an diesem Stand mit den Angeboten vorbeigekommen. Und da gab es dann Californication und Dexter fĂĽr unschlagbare Preise. AuĂźerdem sind die ja alle erst ab 18. Naja, und du weiĂźt ja, wie schwer das ist mit dir und den Lieferungen ab 18.

Also ich hab da gekauft. Aber nur dieses eine Mal. Ich versprech´s dir.
Und dafĂĽr schauch ich jetzt mal bei dir nach nem neuen Telefon, ja?!

Bitte sei nicht böse. Du bist immer noch meine Lieblings-DVD-Quelle…
Und ich hab dich lieb!

GrĂĽĂźe
dein Marco

Achtung Politik: Die Piratenpartei

Die Piratenpartei hat in Berlin etwas geschafft, was wohl für den Rest von Deutschland erst mal eine Ausnahme bleibt. Dennoch ist es ein Achtungserfolg. Knapp 9 Prozent im ersten Anlauf ist ein Ergebnis, von dem andere Parteien dieser Tage träumen.

Der Grund für die Wahl der Piraten ist allerdings nicht ein überzeugendes Konzept oder eine Agenda mit Lösungsansätzen zu den größten Problemen, weder in Berlin noch der Bundesrepublik. In einer Stadt, in der es vor Internet-Start-Ups und Kreativen nur so wimmelt, kommt man mit dem Schutz des Webs auf der einen Seite und alternativen Ansätzen auf der Anderen super an.

Was bleibt dem Wähler auch übrig? In der Stadt sitzen Bundesregierung und Stadtregierung zusammen, alle politischen Lager sind vertreten. Und alle haben enttäuscht. CDU und FDP auf Bundesebene, SPD und Linkspartei im Stadtparlament und auch die Grünen hatten außer Renate Künast nicht wirklich was zu bieten. Also kommen als neue Protestpartei einfach die Piraten auf den Schirm.

Im Berliner Senat sitzen sie jetzt mit 15 Mann. Und nun? Andreas Baum, frischgebackener Fraktionsvorsitzender in Berlin, gibt unumwunden zu, dass er sich erst mal reinarbeiten muss, dass man mit den Aufgaben wachsen wird. Klingt naiv. Und ist es wohl auch.

Die Piratenpartei hat sich Transparenz und Nachvollziehbarkeit verschrieben. Eine hohe Beteiligung der Basis ist einer der bisher wenigen festgelegten Standpunkte. Und dieser wird auch immer wieder propagiert. Diese Entscheidungsfindung wird es unumgänglich machen, auf jedem Parteitag die Mitglieder über Dieses und Jenes abstimmen zu lassen. Aber genau das ist eine der größten Gefahren. Denn jeder weiß, wie schnell sich die eigene Meinung ändern kann. Heute ist der Euro gut, morgen ist er doof. Griechenland mögen wir zwar alle als Urlaubsland, aber warum sollten unsere Schulkinder in Bremen auf neue Deutschbücher verzichten, weil der Grieche noch mal 100 Milliarden braucht? Genauso platt (und haltlos) wie diese Behauptung ist, genauso beliebig, willkürlich und wandelbar ist die Meinungsfindung jeder einzelnen Person.

Die Piratenpartei lässt also abstimmen. Jedes Jahr aufs Neue. Vielleicht auch manchmal zwischendurch, wenn es wichtig wird. Denn nur so kann die Meinung der Basis eingefangen werden. Durch aber genau diesen Prozess läuft die Piratenpartei Gefahr, NIE in eine politische Verantwortung zu kommen. Denn immer die Meinung der Basis zu vertreten, heißt auch, kein verlässlicher Partner in einer Koalition zu sein. Man wird zum Fähnchen im Wind. Eine Erfahrung, die die FDP gerade macht, wenn man sich die 180-Grad-Wende zum Thema Mindestlohn ansieht.

Als Partner der Piraten kann man sich also nur bedingt auf sie verlassen. Damit wird die politische Arbeit zum russischen Roulette. Natürlich kann man alles in den Koalitionsvertrag rein schreiben und sich dann auf diesen berufen, wenn die Basis etwas anderes will. Aber so etwas steht dem eigentlichen Konzept konträr gegenüber.

Die Piraten werden eines lernen müssen: um in der deutschen politischen Landschaft überleben zu können (und auch ernst genommen zu werden), MÜSSEN Entscheidungen durchgezogen werden. Manchmal auch gegen den Widerstand der Basis.

Sobald die Piratenpartei dies erlebt hat, kann sie ihren Glanz als alternative Partei verlieren. Und damit wird der Höhenflug enden.

Willkommen in der deutschen Politik.

Als persönliche Anmerkung möchte ich noch sagen, dass ich viele Ideen der Piratenpartei gut heiße. Aber Volksentscheide auf Bundesebene einführen zu wollen heißt auch, den politischen Stillstand in Deutschland zu fördern. Aber das ist ein anderes Thema, welches beim nächsten Mal erörtert wird.