Kinojahr 2017: Ghost in the Shell – Eine Film-Kritik

Original: Ghost in the Shell
Besetzung: Scarlett Johansson, Pilou Asbæk, Takeshi Kitano, Michael Pitt, Peter Ferdinando und Juliette Binoche
Regie: Rupert Sanders
Drehbuch: William Wheeler und Jamie Moss
Produzenten: Ari Arad, Avi Arad, Michael Costigan und Steven Paul
Studio: DreamWorks, Reliance Entertainment und Paramount Pictures (Verleih)

Worum es geht:
Major Mira Kilian (gespielt von Scarlett Johansson) ist die erste Cyborg Polizistin. Ihr Gehirn (Ghost) wird in einen komplett künstlich hergestellten Körper (Shell) gepflanzt. Wie es dazu kam und ganz generell über ihre Vergangenheit weiß sie nur wenig. Der Major ist die effektivste Einsatzkraft der Sektion 9, einer Spezialeinheit der Polizei. Entwickelt wurde ihr Körper von Hanka Robotics, ein staatliches Unternehmen, das tiefe Verbindungen in die Regierung unterhält.

Der Major und ihre Einheit jagen einen Cyberterroristen, der schnell als Kuze bezeichnet wird. Während des Einsatzes hat der Major immer wieder Rückblenden aus ihrem früheren Leben. Ein Zusammentreffen mit Kuze lässt sie nachdenken und über ihre eigenen Vergangenheit nachforschen. Es stellt sich heraus, dass Mira nicht der erste Versuch war, ein Gehirn in einen künstlichen Körper zu transplantieren. Ingesamt gab es fast 100 Versuche, bis es erfolgreich klappte.

Es wird mehr und mehr klar, dass der Cutter, CEO von Hanka Robotics, hier ohne Skrupel Menschen aus der gesetz-freien Zone für seine Experimente entführt und anschließend töten ließ. Und so beginnt der Kampf des Majors gegen Hanka.

Wie es gemacht ist:
Es gibt wohl keine eine Szene in Ghost in the Shell, die nicht durch den Computer mit Special Effects nachbearbeitet wurde. Aber das stört nicht weiter. Der Film selbst ist sehr detailverliebt, was man gerade beim Entwurf der Stadt bis ins kleinste Details sehr gut sehen kann. Die Effekte sind extrem gut und gerade Actionsszenen in denen viel Wasser zum Einsatz kommt oder auch wenn aus einem menschlichen Gesicht auf einmal ein Robotoer wird, lassen die Rechenleistung hinter dieser Produktion erahnen.

Fazit:
Auch wenn die Story natürlich vorhersehbar und auch nicht wirklich neu ist, so macht es doch Spaß, Ghost in the Shell zu sehen, was natürlich an den Effekten liegt. Dennoch hatte der Film mehr Tiefgang, als ich es anfangs vermutet hatte. Scarlett Johansson hat schon bessere schauspielerische Ergebnisse abgeliefert als in diesem Film, was gerade hier durch fehlende Gestik und Mimik klar wird. Man kann das noch etwas durchgehen lassen, wenn man bedenkt, dass sie halb Roboter, halb Mensch ist. Gesamthaft wird aber durchaus gutes Popcorn-Kino geboten, was man auch von diesem Film genauso erwartet. Da es sich bei diesem Film um eine Realverfilmung eines japanischen Mangas handelt, ist eine Fortsetzung nicht ausgeschlossen, auch wenn Ghost in the Shell wohl kein Kino-Blockbuster wird.

Mehr zum Kinojahr 2017 gibts hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*