Archive for November, 2010

Today is (not) the Day – Runde 2

So, die WĂĽrfel sind gefallen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Und dabei herausgekommen ist: 167!

Und genau so viele Tage wird jetzt Today Is Not The Day jetzt laufen. 167 Tage lang. Und dann ziehe ich wieder Bilanz.

Und morgen geht es los! HIER -> Today Is (Not) The Day

marcophabet

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Es hat lange gedauert, aber jetzt ist es fertig. Fast.
Ein paar Einträge fehlen immer noch, hauptsächlich Personen. Aber das, was drin steht stimmt und hat Gültigkeit.

Gucken kann man hier: marcophabet

Auch ist die Funktionalität noch nicht ganz da, wo ich hinmöchte, aber wozu gibt es ein Wochenende…

Und daher jetzt schon mal viel SpaĂź mit dem fastfertigen marcophabet, Version 7.4.3.4.1.x.9! Yeah!

Politik

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Ich bin ja selten politisch, zumindest hier. Im „richtigen“ Leben würde ich mich schon als politisch gebildet und interessiert bezeichnen. Und genau deswegen heute auch dieser Beitrag, der so gar nicht ins Schema von justcarmen passen will.

Die momentane „Protest“-Welle in Deutschland finde ich auf der einen Seite sehr gut. Auf der anderen auch sehr schlecht. Warum gut? Die Idee, dass sich Menschen für etwas einsetzen und für etwas stehen, ist lobens- und beneidenswert. Ich persönlich bekomme meinen Arsch seltenst bis gar nicht für ein politisches Thema nach oben. Dass sich also Zehntausende zu einer Menschenkette zwischen 2 Atommeilern zusammen finden oder dass in Stuttgart für den Erhalt eines Bahnhofs demonstriert wird, ist eine tolle Sache. Zuerst!

Schauen wir uns aber mal die Gründe für den Protest an. Beim Ausstieg aus dem Atomausstieg mag es noch einigermaßen verständlich sein, immerhin ist das ein jahrelanges Reizthema. Das sich aber jetzt die Grünen in die Protestanten einreihen und sich ihre Hände in Unschuld waschen wollen, geht auch nur deshalb gut, weil das deutsche kollektiv-politische Gedächtnis mehr Löcher hat, als ein gängiger Kaffeefilter für die gute alte Mitropa. Welche Regierung hat es denn versäumt, sich mit dem Endlagerproblem auseinander zu setzen, OBWOHL grün im Namen vorkommt? Immerhin hatte man 7 Jahre Zeit, sich etwas einfallen zu lassen. Aber man war mehr damit beschäftigt HART IV-Regelsätze aus der Luft zu greifen und nun bei der Anhebung zu meckern, weil es unsozial sei. Klingelts?

Oder das andere Reizthema Stuttgart 21. Das Projekt als solches gibt es seit Anfang der 1990er Jahre. Ein Planfeststellungsantrag wurde im Rathaus von Stuttgart und vielen weiteren Gemeinden ausgestellt und war für jeden Bürger einsehbar. Und jetzt, lange nachdem einzelne Gegenanträge und Klagen abgewiesen wurden und die Bagger anrücken, fällt dem sonst so gemütlichen süddeutschen Volk auf, dass es den Bahnhof gar nicht will? Und das die Kosten höher sind als geplant? Von wann sind denn die geplanten Zahlen? 1994? Ich bin froh, dass es seitdem keine Teuerungsrate, keine Inflation und keine Gehaltserhöhungen gegeben hat. Gott bewahre, wo wären wir denn da?

In einem Land in dem aus falscher Motivation heraus protestiert wird und gut jeder Dritte nicht zur Wahl geht oder gehen will, da wird der Ruf nach Bürgerentscheiden auf Bundesebene laut! Bürgerentscheid auf Bundesebene? Solange die BILD als meinungsmachende Zeitung am Kiosk liegt und sich die durchschnittliche politische Bildung ebenfalls auf diesem Niveau bewegt, DARF es keine Bürgerentscheide auf Bundesebene geben. Oder wir rufen direkt die Anarchie aus und schaffen den Euro ab. Ihr wisst schon, dass Ding das alles teurer gemacht hat. Denn jeder rechnet ja gerne: „100 Euro? Das sind 200 Mark!“ Ja, vor 10 Jahren!!! In einem Land, in dem 75% aller Gesetze aus EU-Richtlinien hervorgehen, wie viele wissen da wohl, wie unsere politischen Vertreter im Europäischen Parlament heißen? Und was das Parlament eigentlich genau macht!

In einem Land, in dem sich darüber aufgeregt wird, dass ein spanisches Bau-Unternehmen einen deutschen Konzern mit, wenn´s sein muss, schriftlich gegebenem Bestandsschutz übernehmen will, da ist es aber in Ordnung, wenn Mercedes-Benz den Chrysler kauft und die Amis über den Tisch zieht. Oder wenn die im Staatsbesitz befindliche Deutsche Bahn den britischen Bahnbetreiber ARRIVA zu überteuerten Preisen übernimmt? Ach so, das ist was anderes… Verstehe.

Das einzig Gute an der momentanen Protestwelle, ist die Zurückhaltung der Linkspartei, die ja sonst gaaanz weit vorne dabei ist. Das liegt aber auch nur daran, dass Oskar L. gerade was anderes zu tun. Wahrscheinlich zählt er seine Kohle, das sind übrigens auch mehrere Millionen. Aber reich sind ja immer die, die mehr haben als man selbst.

Couldn´t have said it any better

- “Love isn´t always enough.”
- “Yeah, it is. You go without it long enough, and you realize it´s everything.”

ZurĂĽck auf Los

Today is (not) the Day startet neu!
Und zwar zum 1. Dezember.

Anders wird es auch. Anstatt als endloses Projekt zu laufen (was eh nicht funktioniert) wird am ersten Tag eine willkĂĽrliche Anzahl von Tagen zwischen 100 und 200 gewählt und damit die Dauer des Projekts bestimmt. Am Ende wird dann Bilanz gezogen…

Aber mehr dann ab dem 1. Dezember…