Archive for Februar, 2008

LĂ€nger

Man macht sich ja im Laufe eines Jahres ne ganze Menge Gedanken. So habe ich Mitte letzten Jahres darĂŒber sinniert (und zwar mehrfach), dass ich den Ausbau der A66 gar nicht in Vollendung sehen werde. Und auch, dass ich ja mal abends direkt nach der Arbeit ins Kino an der Autobahn gehen könnte…

Wie ich darauf komme?

Ich habe gestern meine VertragsverlĂ€ngerung unterschrieben und mich so fĂŒr ein weiteres Jahr Internet-Seiten-basteln entschieden. Und damit das ganze auch noch ein bisschen reizvoller wird, bin ich ab Montag in einer neuen Abteilung. Ich falle also ein wenig die Leiter hoch.

Warum ich das schreibe, wo ich doch sonst eigentlich so gar nicht ĂŒber die Arbeit schreibe?! Weil es mich freut. Und weil es mich mehr bewegt, als ich gedacht hĂ€tte… Fragt nicht warum, weiß ich selbst nicht.

Aber ich freue mich auf die neue Stelle, die neue Herausforderung und das viele im Stau stehen!

Neues

Soooooo.

Wo fange ich am besten an?

Gut. Vor ner guten Woche waren BIG C und ich in Amsterdam. Zum FrĂŒhstĂŒck! Und es war toll! Einfach eine großartige Stadt mit komischen Leuten und eine großen Anzahl von GeschĂ€ften mit verlockenden Angeboten. NatĂŒrlich habe ich auch zugegriffen. Wann ist man schon mal in Amsterdam?

Die Heimreise erwies sich als etwas aufwendiger, dank der Bundespolizei (altdeutsch: Zoll). Nachdem wir geklĂ€rt hatten, weder Hasch, Kokain, Drogen, Alkohol ODER 10.000 Euro in bar (ja klar!!!!) eingefĂŒhrt zu haben, kam die Offline-/Autodurchsuchung dran. DafĂŒr haben sich die Beamten ein ganz tolles Exemplar an netter und zuvorkommender Polizistin ausgesucht. Wenn ich schreibe, dass ich denke, sie ist lesbisch, ist das dann Beamtenbeleidigung? Naja, sie kann mich ja verklagen. Oder mich mal gern haben. Je nachdem.
Das war dann also das.

Ich habe heute einen Tag Urlaub und genieße ihn auch in vollen ZĂŒgen.
Neben nixtun und sinnlosem In-der-Stadt-rumlaufen, war ich sogar ein bisschen produktiv… Aber nur ein bisschen.
Als ich so durch die Stadt schlenderte fiel mir ein Schild auf, zum Thema: Einspruch zum Kohlekraftwerk.
Da soll nÀmlich hier eins gebaut werden.
Und ich stellte fest, dass die Mainzer wohl ein sehr klage- bzw. beschwerdeaktives Völkchen sind. Waren es beim Flughafen “nur” ca. 15.000 Einwendungen, sind es hier beim Kohlekraftwerk bereits 60.000!
Hat mich die Einwandflut beim Flughafen gestört, so ist es mir hier ehrlich scheißegal. Im Nachhinein Ă€rgere ich mich nur ein bisschen, dass ich nicht zusammen mit BIG C zu einer Protest-Kundgebung gegangen bin.
Denn zu diesem Thema vielen uns nur zwei Sachen ein:
“Irgendwo mĂŒssen die Dinger gebaut werden. Und Licht will ich schließlich auch.” und
“Leute, das Ding wird nach Mombach gebaut. Nach Mombach!”