Man ist sich ja fĂŒr nichts zu schade…
(Update 23.05.2010: Der link geht leider nicht mehr)
Archive for Dezember, 2006
so, weihnachten ist fast vorbei. oder wie ich es dieses jahre nenne:
das ganz groĂe fressen!!!
und wenn ich das so schreibe, dann meine ich es auch so. am 23. angefangen und heute mittag wird aufgehört. aber bis dahin wurde so viel essen hineingestopft, dass ich gestern frĂŒh auf der waage beschlossen habe, mich morgen im fitness-studio anzumelden. und hiermit mache ich das ganze offiziell. die sĂŒddeutsche zeitung wird wieder abbestellt. ich lese sie ja doch nicht. und fĂŒr diesen betrag geht es dann ins fitness-studio. wer braucht schon bildung, wenn er einen schönen körper haben kann…
gut ich weiĂ, ich bin weder gebildet noch habe ich einen schönen körper. und daran können weder die sĂŒddeutsche noch das fitness-studio etwas Ă€ndern. aber egal. man soll ja klein anfangen. und daher wird das neu erworbene geld von weihnachten auch gleich in den erwerb von adĂ€quaten sport-dress investiert. man muss ja was aussehen, wenn man schwitzt…
okay, die weihnachtsstimmung ist da…
also ist es jetzt offiziell auch fĂŒr mich weihnachten.
bevor ich aber zu meinen eltern aufbreche und hoffe, dass der dsl-anschluss meines bruders wirklich funktioniert, hier noch schnell ein musik-tip: filmmusik von THE NEW WORLD. der film mit colin farrell soll ja echt schlecht sein. hab ihn noch nicht gesehen, werde es aber… die filmmusik hingegen ist einsame spitze… nur entspannung auf jeden fall zu erwĂ€hnen. und auch die musik fĂŒr die “winter battle” ist einfach genial…
mit diesem statement entlasse ich euch jetzt in die weihnachtszeit und wĂŒnsche euch allen das offensichtliche…
Have yourself a little christmas…
Oder vielleicht doch lieber etwas romantischer…
So, wer ist jetzt noch nicht in Weihnachtsstimmung?!
Hi, IÂŽm Lucas Veranes. I am 25 years old, a freelancer and new resident of secondlife…
ich bin jetzt auch in der welt von secondlife angemeldet und werde mich dort wohl in naher zukunft öfters aufhalten. denn dazu bieten sich doch die feiertage bei der familie an, wenn man selbiger aus dem weg gehen will…
wer also ebenfalls bei secondlife angemeldet ist, darf gerne mal bescheid geben oder meinem alter ego lucas veranes mal eine message schicken…
gestern mal das neue auto den eltern vorgestellt. und auch hier – erwartungsgemÀà – begeisterungsstĂŒrme… naja nicht gerade stĂŒrme, aber immerhin anerkennende blicke und kopfnicken.
ebenfalls gestern festgestellt, dass ich der erste in meiner familie bin, der sich ein neues auto gekauft hat. sonst alles gebraucht oder geleast…
auch wenn ich es anfangs nicht machen wollte, kommt hier nun mein persönlicher jahresrĂŒckblick 2006.
denn ein bewegendes jahr bedarf auf einer gewissen wĂŒrdigung. in diesem jahr wurde geliebt und verlassen, es wurde gelacht und geweint, es wurde gelernt und nicht gelernt, es wurde altes beendet und neues anfangen, alte wunden wurden aufgerissen – verheilten aber schneller, es wurde nicht auf den körper gehört und dafĂŒr bezahlt, es wurde der notstand geprobt und auch getanzt wie nie zuvor. es wurden neue freundschaften geschlossen, viele davon mit unfairen mitteln, viele davon durch ein unfaires mittel, aber alle wunderbar. es wurden freundschaften auf die probe gestellt. es wurden freundschaften auf eine neue ebene gehoben. es wurden freundschaften neu definiert und sich dennoch darin erkannt.
war es ein gutes oder ein schlechtes jahr? keine ahnung. auf der anderen seite… ist das wichtig? es war ein jahr, wie ich es mir nicht vorgestellt hĂ€tte. es war voller höhen und tiefen. schöne höhen und sogar schöne tiefen… naja manchmal…
ich möchte diesen eintrag damit beenden, dass es fĂŒr mich 2006 jahr. noch nicht ganz vorbei. aber groĂe ĂŒberaschungen sollten wohl nicht mehr kommen… hoffe ich…
Das war das Jahr 2006
Es war das Jahr, in dem das thailÀndische MilitÀr in Abwesenheit des PrÀsindenten putscht.
Es war das Jahr, in dem die gestohlenen Bilder von Eduard Munch wieder aufgetaucht sind.
Es war das Jahr, in dem 6,5 Mio Menschen insgesamt 6,1 Mio L. Bier auf der Wiesn trinken.
Es war das Jahr, in dem Deutschland weite Teile Europas fĂŒr ein paar Stunden verdunkelte.
Es war das Jahr, in dem Zetsche Daimler Chef wird und Pietschesrieder gehen muss.
Es was das Jahr, in dem ein Flitzer in Wimbledon wĂ€hrend eines Spiels alles zeigte…
Es war das Jahr von weiteren Fleischskandalen, diesmal auch mit einem Selbstmörder.
Es war das Jahr, in dem ein Stralsunder Baby in dem Armen von Bush das Greischen anfÀngt.
Es war das Jahr der Fussbal-WM und die Deutschen feiern wie noch nie!
Es war das Jahr, in dem GĂŒnther Grass ĂŒber seine Vergangenheit in der SS-Jugend sprach.
Es war das Jahr, in dem es fĂŒr Airbus mehr oder weniger um alles ging… und noch geht.
Es war das Jahr von Bruno, Stoibers “ProblembĂ€ren”, der am Ende erschossen wurde.
Es war das Jahr, in dem die taz Kaczynski als “Polens neue Kartoffel” bezeichnet.
Es war das Jahr, in dem BenQ Insolvenz anmeldete.
Es war das Jahr der neuen PISA-Studie und der EinbĂŒrgerungstests,
Es war das Jahr in dem mehr als 6,5 Milliarden Menschen auf der Erde leben.
Es war das Jahr, in dem New York zum ersten mal den Hitzenotstand ausruft.
Es war das Jahr der ersten Atomtests von Nordkorea
Es war das Jahr von TokioHotel und den Killerpilzen (Warum auch immer?!)
Es war das Jahr in dem Johannes Rau gestorben ist.
Es war das Jahr der neu aufflammenden BĂŒrgerkrieges in Sri Lanka.
Es war das Jahr von etwa 2700 HIV-Neuinfektionen.
Und es war das Jahr in dem eine Phyton eine Heizdecke verschluckte…
Das war das Jahr 2006
mein neues auto ist da!!! ein gelber seat ibiza… und alle sind hellauf begeistert. selbst die skeptiker, denen es anfangs eine menge gab. auch der verkĂ€ufer. aber dieser rĂ€umte heute ein, dass es ja wohl ein richtig geiles auto sei… was mich natĂŒrlich wieder darin bestĂ€rkte, die richtige wahl getroffen zu haben. er fĂ€hrt sich gut und ich bin glĂŒcklich… aus mehreren grĂŒnden.
einer davon ist die tatsache, dass ich mich die vergangenen tage mit einer meiner gröĂten Ă€ngste auseinander setzen musste… am sonntag erfuhr ich von einem freund, dass ich mich unbewusst dem risiko einer hiv-infektion ausgesetzt habe. das ganze hat bereits vor eineinhalb jahren stattgefunden. und ich habe es nicht gewusst. und am montag bin ich dann direkt zum hiv-test gegangen und habe heute morgen das ergebnis bekommen. ich bin negativ getestet. aber die letzten drei tage waren alles andere als leicht fĂŒr mich. auch wenn ich meine chancen einer infektion ganz gut einschĂ€tzen konnte, so blieb doch ein rest ungewissheit. das ich es niemanden erzĂ€hlt habe, hat damit zu tun, dass ich immer denke, mit solchen sachen alleine fertig werden zu mĂŒssen. dies ist aber nicht der fall. nur leider kommt mir dieser gedanke in einer solchen zeit nicht.
wenn ich daran denke, was ich unter umstĂ€nden anderen menschen mit einer infektion angetan hĂ€tte, dann könnte ich heulen. und auch was ich mir damit angetan hĂ€tte. eineinhalb jahre sind eine lange zeit. und ich war in dieser zeit nicht wirklich brav… hab zwar nicht alles genommen, was sich mir geboten hat, aber das eine oder andere mal, hab ich doch das angenehme mitgenommen. und das die eine oder andere person mir etwas bedeutet macht die sache nicht leichter.
glĂŒcklicherweise muss ich niemanden sagen, dass ein test vielleicht sinnvoll wĂ€re. denn mein test war ja negativ.
ich glaube, ich muss das noch ein paar mal schreiben, bevor ich es verstehe… bevor ich meine angst langsam wieder loswerde… bevor ich endlich verstehe, dass alles in ordnung ist.
klar bin ich erleichtert… und viele sehen das nicht so schlimm wie ich. und viele können die erleichterung leichter verarbeiten. aber ich habe einfach eine scheiĂ-angst… und ich musste mich dieser angst stellen. und ich habe es getan… meiner meinung nach sogar ganz gut. auch wenn es sich jetzt arrogant anhört und irgendwie bescheuert… ich bin stolz auf mich. denn ich habe mich dieser angst gestellt und bin nicht weggelaufen.
ich bin stolz auf mich!
und: ich bin negativ!!!
am 01.12. war welt-aids-tag… eigentlich wollte ich ĂŒber dieses thema nicht schreiben, obwohl es mich beschĂ€ftigt und mir angst macht. wohl die einzige krankheit, die mich richtig erschreckt. auch wenn bei mir das krebs-risiko viel höher liegt, sehe ich das nicht so schlimm. warum auch immer… aber aids… davor habe ich totale angst… wie gesagt, eigentlich wollte ich gar nicht schreiben. bin aber dann heute abend auf neon hĂ€ngen geblieben und dort ĂŒber einen beitrag gestoĂen, der einfach alles aussagt, worum es geht…
“Vielleicht war das ein Fehler.
Wir wussten spĂ€ter nicht wirklich, ob er es war der dich infiziert hat. Nur, dass er es ohne Gewissen weiterreichte, selbst nachdem er Bescheid wusste. Vielleicht hat er dich angesteckt, vielleicht auch ein anderer. So oder so, es war egal, du hattest dir dieses beschissene, todbringende Virus eingefangen. Erinnerst du dich, wie viele NĂ€chte wir deswegen geheult haben, gepackt von der Angst, zu wissen, dass du sterben wirst? Morgen, nĂ€chste Woche, vielleicht in einem Jahr? Die Ungewissheit hat uns verrĂŒckt gemacht, wir waren fassungslos und wĂŒtend. Auf uns, die Kerle, auf Aids. Viele von unseren Freunden sind damals sehr schnell gestorben. Er auch.
Du durftest weiterleben.
Noch viele unerwartete Jahre, die sogar glĂŒcklich waren, von Zeit zu Zeit. Zuversichtlich hast du jeden Tag, jeden Augenblick genossen, selbst als sie ausgebrochen und dich kalt erwischt hat, diese Krankheit, die du nicht haben wolltest und doch zu dir gehörte, wie eine Hassliebe. Ja, jetzt hast du es geschafft und sie gewonnen. Leidest nicht mehr unter den Tonnen von Medikamenten, die deinen Körper zerfressen haben und der trĂŒgerischen Hoffnung, Aids aufzuhalten zu können. Hast den Schrecken dieser Krankheit endlich losgelassen. Und dich. Es tut mir so leid, dass wir uns seit Jahren nicht mehr gesehen haben, ich nicht wusste, dass es mit dir soweit war und keine Gelegenheit hatte, bei dir zu sein. So wie frĂŒher, als wir gemeinsam um die HĂ€user gezogen sind. Du und ich. Werde dich vermissen, dich nicht vergessen. Dich und die anderen.
Hoffe, es geht dir gut.
Dort, wo du jetzt bist. Hey, grĂŒĂ mir unsere alten Kumpel. Sag ihnen, dass ich auch sie vermisse und mich an sie erinnere. Dann, wenn ich an unsere Zeiten denke, damals, als wir noch halbe Kinder waren und wie John Travolta sein wollten. Ich weiĂ, wir werden uns wiedersehen, dort, im Kinosaal unsere TrĂ€ume lĂ€ngst vergangener Tage.
Halt mir einen Platz neben dir frei bis ich komme und lass die Finger von Johnny, du weiĂt, ich habe ihn zuerst gesehen…”
den vollstÀndingen text gibt es hier
mehr oder weniger zufĂ€llig bin ich gestern zum mainzer filmfestival gekommen… nicht ganz wie die jungfrau zum kind, aber das ist ne andere geschichte…
auf jeden fall habe ich gestern zwei sehr gute langfilme und einen guten und einen unendlich verwirrenden (und schlechten) kurzfilm gesehen… wenn also jemand mal in die verlegenheit kommen sollte “sunny” zu sehen, kann ich das nur empfehlen und auf jeden fall sollte man mir bescheid geben… denn ich bin dabei!
nebenbei erwĂ€hnt: wer hat eigenglich gesagt, die deutschen wĂŒrden an den weihnachtsgeschenken sparen? gestern sah das in der innenstadt ein wenig anders aus… okay, ein wenig ist untertrieben… es waren mehr oder weniger alle einwohner der gesamten region unterwegs… naja, nicht unterwegs… nur mir im weg…
ĂŒberlebt habe ich es… wie erwartet… schönen restsonntag noch!





