Archive for November, 2002

AmpelmÀnnchen

Als ich heute von der Arbeit nach Hause gefahren bin (es war 10h morgens; ich bin krank) hatte ich die seltene Gelegenheit, ein paar echten AmpelmĂ€nnchen bei der Arbeit zuzusehen. Die Rede ist von Polizisten, welche den Verkehr regeln. An dieser doch recht großen Kreuzung in Wiesbaden (genaugenommen sind das zwei Kreuzungen direkt hintereinander und daher nur durch eine Ampelanlage geregelt) standen vier oder fĂŒnf Polizeiautos und mal mindestens 10 Polizisten. Ich wollte mit keinem dieser Leute tauschen. Denn ich glaube nicht, dass es besonders schön ist, den lieben langen Tag auf einer stark befahrenen Kreuzung zu stehen und zu hoffen, dass man nicht umgefahren wird. Unter all diesen Leuten war doch tatsĂ€chlich eine mit so einem Eifer bei der Sache, dass ich dachte, die schwinkt ihre Arme sonst wo hin. Am Anfang war ich echt ĂŒberfordert: “Bei Arsch und RĂŒcken, musst du auf die Bremse drĂŒcken.” Irgend so was war doch da mal. Ist aber schon verdammt lange her, die dritte Klasse war das. Oder die zweite? Auf jeden Fall zu lange her. Hat mich dann doch etwas aus dem Konzept gebracht. War aber mal wieder schön zu sehen, wozu ich doch Steuern bezahle. Und die guggen immer alle so nett.

Ansonsten war dieser Tag ereignislos. Ich habe ihn eigentlich nur zu Hause verbracht, wenn man von ein paar Minuten im Supermarkt absieht, in denen ich mein Mittag- und Abendessen organisiert habe. Ach doch: ein Bad habe ich auch noch genommen. Aber genießen kann ich so etwas in dieser Badewanne nicht. Ich bin von meinen Eltern her eine runde Badewanne mit 1,60m Durchmesser gewohnt. Daher kann ich mit einer kleineren oder gar schmale Wanne nie viel anfangen.

Und so verabschiede ich mich fĂŒr heute. Im Hintergrund laufen Weihnachtslieder. Tja, dieses Jahr fange ich frĂŒher an als sonst. Aber hey, es ist Weihnachten!!!

Also dann: Ho Ho Ho und liebe GrĂŒĂŸe aus Mainz an die Welt!

Richtung Pisa

Hallo und herzlich Willkommen an diesem schönen Samstag morgen. Hier nun exklusiv ein weiterer Einblick in mein Leben.

Was habe ich heute schon alles gemacht? Nicht viel. Außer DVD geschaut, beim BĂ€cker gewesen und gerade mit meiner Mitbewohnerin ĂŒber die aktuelle politische Lage diskutiert.

DafĂŒr waren die letzten Tage umso ereignisreicher. Das Theater spannt mich halt sehr ein. Aber dafĂŒr ist es auch sehr sehr schön. Und somit sehe ich mich im Moment etwas genötigt, und mache ein bisschen Werbung. Wer also mal ein en netten Abend in einem amerikanischen Theater verbringen will, der sollte sich einfach mehr e-Mail bei mir melden. Karten besorge ich dann. Ist alles kein Problem. Einfach melden.

Dann darf ich verkĂŒnden, dass ich mal wieder in den Urlaub fahre. Am 21. Dezember heben wir ab. Richtung Pisa. Wird sicher verdammt schön. So die letzten WeihnachtseinkĂ€ufe im Ausland erledigen. Nein, das hatte ich nicht vor. Meine Geschenke kaufe ich brav hier und genieße diesen Kurztrip einfach in vollen ZĂŒgen und mache gar nichts. Außer das, was ich will.

Wie viele Leute braucht man, um einen als netten Abend geplanten Abend zu ruinieren? Das bin ich gerade am Herausfinden. Ein paar Arbeitskollegen wollten Essen gehen. Und dann hat sich so herausgestellt, dass die gesamt Abteilung mitgeht. Bis hierhin ist das nicht schlimm, denn die sind sehr nett. Aber dann hieß es: “Also eigentlich mĂŒsste jemand die Leute unten aber auch fragen…”. Was als nettes Abendessen “im kleinen Kreis” angefangen hat, wird jetzt langsam aber sicher zu einem Betriebsausflug in eine Kneipe, in die eigentlich keiner gehen will. Die aber laut Abteilungsleiter “sehr gemĂŒtlich mit Ambiente” ist. Soviel also zu dem gemĂŒtlichen Beisammensein. Ich kann mich im Moment echt glĂŒcklich schĂ€tzen, denn vorgestern habe ich erfahren, dass ich diesem besagten Abendessen gar nicht kann, denn das Theater spannt mich wieder ein. Ich beschwere mich deswegen ja nicht, denn ich wollte es ja so.

Ich werde mich dann aber langsam mal aufraffen und vielleicht die Wohnung etwas in einen ansehbaren Zustand verwandeln, denn ich bekomme heute Besuch. Zwei Freunde kommen vorbei und schauen sich das TheaterstĂŒck an. Ich kann nur sagen: sehr vorbildlich.

Das warÂŽs fĂŒr heute. Vielen Dank fĂŒr die Aufmerksamkeit. Einen schönen Tag noch.

Euer Marco

Seien wir doch mal ehrlich

Seien wir doch mal ehrlich. Mir geht es schon verdammt gut. Ich habe eine verdammt große Wohnung, die ich mir mit einer verdammt guten Freundin teile. Mein Job ist nicht die Welt, aber ich habe ihn ja nicht geheiratet. Wider meiner Erwartungen und sehr zu meinem GlĂŒck, reicht mir mein Geld auch bis zum Ende des Monats. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Es langt einfach. Mein Auto ist eine Geschichte fĂŒr sich, aber ich wĂŒrde es auf keinen Fall hergeben wollen, selbst wenn ich das immer wieder behaupten wĂŒrde. Socke und ich haben einfach schon zu viel miteinander durchgemacht. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich von meinem Auto spreche, als wĂ€re es eine Person. Als wĂ€re ich mit ihm verheiratet und wĂŒrde mich ĂŒber meinen Ehepartner aufrege (“jetzt muss der schon wieder zu Inspektion. Der alte Sack…”). Es ist halt doch mein erstes Auto. Eben eine kleine Hass-Liebe. Aber ich schweife ab. Worauf ich eigentlich hinaus will ist folgendes: Mein Leben verlĂ€uft genau in diesen Tagen in den Bahnen, in die ich es hinein manövriert habe. Ich war und bin fĂŒr mein Leben selbst verantwortlich. Ich versuche jeden Tag aufs Neue, PrioritĂ€ten zu setzen, Verpflichtungen nachzukommen, und es anderen Leuten recht zu machen. Und wisst ihr was: Es gefĂ€llt mir so.

Ich will mein Leben gar nicht Ă€ndern. Nicht fĂŒr Geld. Hier bin ich und hier bleibe ich. Warum etwas anders machen wollen, wenn es gut ist, wie es ist.

Ein Freund sagte mal zu mir, man solle mit dem zufrieden sein, was man hat. Das ist jetzt keine besonders tolle Weisheit. Aber er hatte recht. Mir wurde das damals gar nicht so klar. Aber heute verstehe ich ihn. Er war und ist mit dem zufrieden was er hat. Alles was dazu kommt ich Luxus. Und genau so ist es bei mir. Warum nach mehr streben, als man schon hat? Ich fĂŒr meinen Teil verharre jetzt fĂŒr eine Weile an der Position, in der ich bin. Denn ich kann von mir behaupten, einfach nur zufrieden zu sein.

Damit ist mein Eintrag fĂŒr den Moment erledigt. Bevor ich mich aber fĂŒr heute verabschiede bitte ich euch, um einen Gefallen. Setzt euch fĂŒr zwei Minuten hin und ĂŒberlegt, wie gut es euch geht. Manche von euch haben einen Freund oder eine Freundin, manche haben vielleicht (schon) eine Familie, die sie/ihn liebt. Andere haben beides (sorry!!!). Was auch immer ihr habt. Seid einfach ein bisschen dankbar dafĂŒr. Wenn ihr es schon nicht fĂŒr euch tut, dann macht es fĂŒr mich. Setzt euch hin und denkt fĂŒr ein oder zwei Augenblicke mal an mich.

Euch allen zusammen wĂŒnsche ich noch eine wunderschönen Sonntag. Bei mir hier scheint die Sonne in vollen ZĂŒgen und deshalb werde ich jetzt mich jetzt auch auf den Balkon setzen und relaxen.

Ich wĂŒnsch euch was…

Theater

Die erste Woche Theater ist geschafft. Habe ich das eigentlich erzĂ€hlt? Das ich im Theater hinter der BĂŒhne arbeite.? Und bei diesem StĂŒck die volle Verantwortung trage? Das soll jetzt kein billiger Versuch werden mit diesen Tatsachen anzugeben (warum eigentlich nicht?). Auf jeden Fall war ich seit letzten Montag jeden Abend im Theater. Erst waren es nur Proben und seit Donnerstag dann auch richtige AuffĂŒhrungen. Und auch wenn es verdammt schön ist, es kostet Kraft und Nerven. Nach 6 Tagen jeden Abend im Theater freue ich mich richtig auf vier Tage Pause.

Mein letzter Eintrag hat wohl fĂŒr einige Verwirrung gesorgt. Ich wurde gefragt, ob es mir gut geht. Ob man sich Sorgen machen muss. Ob denn wirklich alles in Ordnung wĂ€re. Ja, alles ist in Ordnung. Jetzt. Oder besser gesagt, seit Samstag. Also macht euch um mich mal keine Gedanken. Zur Zeit bin ich glĂŒcklich. So richtig schön glĂŒcklich. Und das bleibt hoffentlich noch eine ganze Weile so.

Und nun wĂŒnsche ich euch noch einen schönen Sonntag und alles alles Gute.

Ellenlang

So, heute ist Samstag. Genauer gesagt ist es schon fast Sonntag, aber das ist ja nicht so wichtig. Der heutige Tag war etwas seltsam. Das zu erklÀren fÀllt mir sehr schwer. Eigentlich kann ich euch gar nicht sagen, warum es ausgerechnet heute war.

An diesem Samstag, der an sie so gar nicht nach etwas Besonderem aussieht, habe ich etwas ĂŒber mich gelernt. Ich habe verstanden, was es heißt, fĂŒr sich selbst einzustehen. Ich habe gelernt, mein Leben bewusst zu leben und zu Ă€ndern. Denn ich alleine habe die Möglichkeit mein Leben zu Ă€ndern.

Um diese Dinge zu lernen musste ich nicht etwa Bungee-Jumping machen, oder in der Steckdose spielen (obwohl das mit Sicherheit auch mal ne Erfahrung wĂ€re…). Nein, alles was fĂŒr diese Erfahrung nötig war, war mein Auto. Meine kleine rote Socke, zwei Stunden auf der Autobahn und etwas mehr als 200 Kilometer mehr auf dem Tacho.

Das alles hört sich recht philosophisch an. Ist es aber nicht. Das ganze kam mir irgendwo zwischen Alzey und Ludwigshafen, begriffen habe ich es kurz vor Mannheim und genossen habe ich meinen Triumph ĂŒber meine schlechte Laune die letzten paar Tage am Frankfurter Kreuz mit anschließendem Vorbeirauschen am Flughafen. Und nun kann ich behaupten, das ich mal wieder glĂŒcklich bin. Zum zweiten Mal innerhalb von 48 Stunden. MĂŒde, aber glĂŒcklich.

Damit dieser Eintrag heute aber nicht zu ernst wird muss noch etwas Abwechslung rein: Kino!!!
Dasselbige habe ich nĂ€mlich schon letzten Sonntag besucht, kam aber zwischendurch nicht zum Schreiben (das ist zu 50% die Wahrheit; die anderen 50% sind chronische Bocklosigkeit und schlechte Laune). Der Film hieß Minority Report und lĂ€uft schon ewig, ich weiß. Aber das macht den Film auch nicht besser. Okay okay, ich will ihm eine Chance geben. Immerhin ist er von Stephen Spielberg. Rein von der Umsetzung betrachtet ist der Film ohne jegliche Beanstandung. Der Film ist was fĂŒrs Auge (damit meine ich nicht Tom Cruise; DER ist nichts fĂŒrs Auge, aber auch gar nichts), besonders diese kleinen Autos mit diesen Autobahnen war ein schöner Einfall. Die drogenabhĂ€ngige Hauptrolle mit dem bereits erwĂ€hnten Cruise zu besetzen ist meiner Meinung nach ein Fehler gewesen, aber vielleicht liegt das einfach an meiner Abneigung gegenĂŒber ihn im speziellen oder aber auch am Mangel an schauspielerischen Talent so gang generell. Seit ich den guten Mann in Mission Impossible 2 gesehen habe, verbinde ich mit ihm immer etwas lĂ€cherliches. (man stelle sich vor: Ein Mann, mitte 30, wirft sich durch das Kugelgehagel von vielleicht 5 Bösewichten am Ende des Raumes ohne auch nur einen Kratzer abzubekommen (bis hier recht realistisch), nur um dann auch noch seiner Angebeteten ein “liebevoll hingehauchtes”: ICH WILL DICH NICHT VERLIEREN hinzublĂ€rren… alles in allem sehr – aber wirklich sehr sehr – schlecht und absolut stumpfsinnig gemacht.) Kurzum: ich mag ihn nicht. Und daran Ă€ndert auch ein mittelmĂ€ĂŸiges Drehbuch, adaptiert von Steven Spielberg nichts. Daher bekommt der Film von mir eine 3. Aber eine 3+. Wir wollen ja das tolle Design nicht vergessen.

Nun noch etwas zu meiner Geburtstagsnachlese.
Ich danke allen die sich bei mir telefonisch, per Handy, per e-Mail oder auch per Karte gemeldet haben. Darunter waren ein paar Leute, von denen ich nie GlĂŒckwĂŒnsche erwartet hĂ€tte. Aber das macht die Sache nur umso schöner und zeigt, wie beliebt ich doch bin!!! *GRINS*

Eigentlich gibt es nichts mehr zu erzĂ€hlen, aber ich gebe es offen zu: Ich lade noch etwas runter. Und das dauert trotz DSL und Robert T. Online immer noch ne knappe halbe Stunde und da ich nicht weiß, was ich sonst machen soll, ist dies hier mein LĂŒckenbĂŒser. Ein schlechtes Gewissen habe ich jetzt aber nicht, denn immerhin ist es meine Homepage. Also brauche ich mich auch nicht entschuldigen. Zumindest noch nicht.

Außerdem schadet es gar nichts, wenn ein Eintrag mal lĂ€nger als nur 5 Zeilen wird. Es wird ja sonst auch langweilig. Und gerade jetzt bin ich so richtig in Schreiblaune.

Ich habe gerade den gesamten Eintrag noch mal durchgelesen und darf freudig verkĂŒnden: Der Download ist beendet und der Sonntag seit ganz genau 59 Minuten erreicht. Somit verbleiben fĂŒr heute nur noch 23 Stunden, welche aktiv und effektiv genutzt werden wollen. Die nĂ€chsten paar verbringe ich aber trotzdem im Bett. Nur so zum Spaß versteht sich.

Und weil Klein-Marco jetzt in die Koje springt, bleibt mir noch zu sagen: Eine gute Nacht, einen schönen Sonntag, und denkt dran: ICH WILL EUCH NICHT VERLIEREN!!! Shit, Streifschuss.

Gute Nacht…

Happy Birthday To Me

HAPPY BIRTHDAY TO ME!

Heute ist mein Geburtstag. Weil das heute mein Tag ist, habe ich Urlaub. Und daher feiere ich mich selbst. Neben 21 Überraschungseiern habe ich auch ein paar Socken bekommen. Klingt nicht sehr spektakulĂ€r. Aber das ist schon in Ordnung. Genau genommen sind die Socken recht cool. Simpsons-Socken eben. Na ja, wir werden sehen, was der Tag noch so bringt.